Trainer Slaven Bilic schafft die Anwesenheitspflicht bei Spielen ab

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Fußballspieler schaden der Schönheit und Klarheit des Sports nur ...; © Marc Holzapfel auf fotocommunity.de, Lizenz: CC BY-ND 4.0 (keine Veränderung!)
Fußballspieler schaden der Schönheit und Klarheit des Sports nur ...; © Marc Holzapfel auf fotocommunity.de, Lizenz: CC BY-ND 4.0 (keine Veränderung!)

Slaven Bilic, einstiger Bundesligaspieler des Karlsruher SC und kroatischstämmiger Trainer des englischen Premier League-Vereins West Ham United, hat für einen Eklat gesorgt. Anlass war der Umstand, dass er beim Spiel seiner Mannschaft gegen den FC Lusitans um die Teilnahme an der Europa League auf der Tribüne Platz nahm statt auf seiner Trainerbank zu sitzen.
Selbst eine Bitte des gegnerischen Trainers, wenigstens beim Rückspiel an der Seitenlinie zu stehen, lehnte Bilic ab – er sei dann gar nicht im Stadion.

Während die Öffentlichkeit empört reagierte und dieses Verhalten als eine neue Stufe der Respektlosigkeit einstufte, verhält es sich tatsächlich jedoch vollkommen anders. Denn das Verhalten Bilics ist nur der erste Schritt in einem zukunftsweisenden, mehrstufigen Programm. So denken nur die Großen ihrer Zunft, die alles Unbedeutende wie Moral, Menschlichkeit und Gefühlsduselei dem großen Ziel unterordnen.

Der nächste Schritt bei Bilics Fußball* der Zukunft: Der Trainer wird im Home Office auf der Couch die Spiele verfolgen und via Facebook zugeschaltet sein. Anweisungen bekommen die Spieler im Chat und wenn es hart auf hart kommt auch mittels einer PM in der Halbzeitpause, die künftig im Computerraum stattfindet und nicht mehr in der Kabine.

Jürgen Klopp meldete sich aus dem Urlaub (via SMS) zu Wort und fand die Lösung von Slaven Bilic „äußerst lässig“. Auf diese Weise könne man als Trainer auch zuhause seine Emotionen ausleben und in den Wandschrank beißen und die Ehefrau statt den Schiedsrichter für die Dämlichkeiten der eigenen Mannschaft verantwortlich machen (bis zu einer gewissen Grenze, die von der Liebe diktiert wird). Unangenehme Erfahrungen, dass der Schiedsrichter gezwungen ist, einen tobsüchtigen 45-jährigen Trainer wie einen Schulkasper in die Schmollecke zu schicken, gehören damit der Vergangenheit an.

Auch die Schiedsrichter begrüßten die Vorgehensweise von Bilic. Endlich könne man ungestört von Rüpeltrainern der eigenen Arbeit nachgehen. Ebenso werden damit sexuelle Handschüttelbelästigungen eines Pep Guardiola endlich aufhören.

Nachfolger von Messi & Co? Fußballroboter, die als Grundlage für die spätere Simulation von Fußballspielen durch Großrechner dienen (sog. "Bilic-Terminator")
Nachfolger von Messi & Co? Fußballroboter, die als Grundlage für die spätere Simulation von Fußballspielen durch Großrechner dienen (sog. „Bilic-Terminator“)

Bilic sieht sich angesichts der Reaktionen verständlicherweise bestätigt und verkündete auf einer Pressekonferenz (via Webcam), dass in ferner Zukunft der Rasen durch einen Bildschirmwürfel ersetzt und der Ausgang des Spiels von einem Supercomputer simuliert werde. Die Fans im Stadion werden keine Beeinträchtigungen des Gemeinschaftserlebnisses Fussball* hinnehmen müssen, im Gegenteil. Auf den riesigen Bildflächen wird man die computersimulierten Fussballer viel besser sehen können und man wird bereits vor einem Tor auf selbiges hinweisen können.
Auch horrende Verletzungen und Fouls, möglicherweise durch Klingen statt Stollen seien nun im besten Sinne des kroatischen Fußballs möglich, da keine echten Menschen mehr gefährdet sind. Das sei der Fußball* der Zukunft, um gesellschaftliche Aggressionen perfekt abbauen zu können.

Attraktiver Nebeneffekt von Bilics Plänen: Der Frauenfußball würde in der Beliebtheit radikal steigen, denn es gibt nun einmal bestimmte Anreize, die sich nicht simulieren lassen können! Das hat dann letztlich auch die letzten Zweifler überzeugt.

Nicht zu ignorieren: Dem Frauenfußball steht im Roboterfußball der Zukunft ein steiler Aufstieg bevor! © <a href="https://www.flickr.com/photos/victoriawhite/5579143592" target="_blank" rel="noopener">Victoria White2010 auf www.flickr.com</a>, Lizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="noopener">CC BY 2.0</a>
Nicht zu ignorieren: Dem Frauenfußball steht im Roboterfußball der Zukunft ein steiler Aufstieg bevor! © Victoria White2010 auf www.flickr.com, Lizenz: CC BY 2.0



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