Robert „Bescheidenheit“ Lewandowskis Helikopter- und Raumschiffflotten

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Man gönnt sich als Fußballstar ja sonst nichts ...
Man gönnt sich als Fußballstar ja sonst nichts ..., © DVIDSHUB auf flickr.com, Lizenz: CC BY 2.0

Dass Lewandowski und seine Frau Anna mit einem Helikopter zum Brötchenholen fliegen, schlägt Wellen der Entrüstung.

Nun müssen zukünftig Deutsche nicht nur auf ihre Autos aufpassen, sondern auch, dass die Helikopter nicht gestohlen werden, schimpfte ein ADAC-Sprecher.
Lewandowski reagierte verwundert auf die Reaktionen. Er sei ein völlig durchschnittlicher Fußballstar, der zugegeben viel zu bescheiden agiere.

Beinahe verschämt verrät er eine Anekdote: Zur Hochzeit mit seiner Freundin stand eine Raumschiffflotte bereit, um zur nächsten Supernova aufzubrechen. „Normales Gold hat ja jeder im Überfluss“, so Lewandowski. „Ich möchte meiner Verlobten etwas besonderes schenken und da kommt nur in Sternexplosionen frisch hergestelltes Neugold in Frage!„, so der Stürmer damals.
Das sei jedoch eine Ausnahme gewesen. Sorgen über seinen Charakter mache er sich nicht. Immerhin laute sein zweiter Vorname „Bescheidenheit“ und man könne schließlich jeden Kritiker mit Geld mundtot machen und damit der Wahrheitsfindung dienen.

Kreuzfahrt zum Urlaubsziel mit seinen Autos: Lewandowski und sein "kleiner Flugzeugträger". © <a href="https://www.flickr.com/photos/usnavy/6684646253" target="_blank" rel="noopener">Official U.S. Navy Page auf www.flickr.com</a>, Lizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="noopener">CC BY 2.0</a>
Kreuzfahrt zum Urlaubsziel mit seinen Autos: Lewandowski und sein „kleiner Flugzeugträger“. © Official U.S. Navy Page auf www.flickr.com, Lizenz: CC BY 2.0

Dass er kürzlich einen Flugzeugträger gekauft hat, um bei einer gemütlichen Kreuzfahrt in den Urlaub auch seine 200 Autos mitnehmen zu können, an denen sein Herz hänge, sei schließlich nur recht und billig. „Immerhin war es nur ein kleiner Flugzeugträger und ein echtes Schnäppchen„, meinte er augenzwinkernd.

Auf Kritik reagierten auch Lewandowskis bayrische Mitspieler mit Unverständnis. Lewandowskis Verhalten sei bescheiden und vorbildlich und sein Lebensstil doch völlig normal für die gelebte Dekadenz und Arroganz der „Mia san mia“-DNA des FC Bayern*. Überhaupt solle Uli Hoeneß endlich eine Gegenklage gegen den deutschen Staat einreichen, um eine Ausnahme in den Persönlichkeitsrechten für sinnloses Geld verprassen und Ludwig II.-Lebensstile im Freistaat Bayern zu erstreiten. Verschiedene CSU-Politiker unterstützten spontan den Vorschlag als längst gelebte kulturelle Erweiterung bayrischen Selbstverständnisses. (Anm. d. Red.: Ludwig II., bayrischer König, wurde wahnsinnig und im Starnberger See ermordet.)

Vorbild bayrischer Lebensart? König Ludwig II. von Bayern: Stinkreich und schwachsinnig.
Vorbild bayrischer Lebensart? König Ludwig II. von Bayern: Stinkreich und schwachsinnig.

Für den Fall, dass der einzige Mensch über ihm – eine Entität namens „Gott“ – doch sein Leben eher kritisch sähe, was sich Robert Lewandowski aber als polnischer Katholik nicht vorstellen könne, befinde er sich seit geraumer Zeit mit dem Papst in Verhandlungen über einen Ablassbrief, der ihm seine Sünden in potentia vollständig vergebe.
Lewandowski gab zu, bereits ein Antwortschreiben des Papstes Franziskus erhalten zu haben und bedaure angesichts eines erstaunlich deutlichen Tenors, der mit argentinischen Schimpfwörtern gespickt war, dass die kürzlich erfolgte Aufnahme des Papstes in den verruchtesten Klub der Welt leider nicht wie bei Politikern die richtigen Ergebnisse zeitigt. Er werde wohl in die Verlängerung gehen müssen, so Lewandowski.

Auf wütende Kritik von Intellektuellen, man könne sich Charakter und Bildung nicht kaufen, deutete Lewandowski auf seinen (gekauften) Ehrendoktortitel der Universität Warschau und ergänzte, er habe ein Dutzend Schulen und Professoren in Dienst gestellt, die ihm jederzeit Auskunft geben können, was er wissen möchte. Die Kritik gehe folglich ins Leere.

Im Nachhinein stellt sich Lewandowskis Wechsel zum FC Bayern* somit als richtig heraus. Borussia Dortmund* ist dann doch mit Prinzipien wie „echter Liebe“, Aufopferung und Kampf zu weltfremd für Lewandowski, zumal man dort mit drögen Lamborghinis auf peinlich ärmliche Weise noch selbst zum Bäcker fährt. Zu viel Proletariatsverhalten für den polnischen Starstürmer.
Als Lewandowski hörte, dass Trainer Christian Streich vom SC Freiburg* sogar mit einem alten Fahrrad selbst zum Bäcker fährt, winkte er lauthals lachend ab. „Zweite Liga„, lautete sein Kommentar. So ist er, der Robert Lewandowski – sympathisch und die Bescheidenheit in Person!




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