Neymar brasilianis, die brasilianische Menschenschwalbe

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Neymar brasilianis in der klassischen Haltung nach einem versuchten Flug und weicher Landung. © Ronnie Mcdonald auf flickr.com, Lizenz: CC By 2.0.
Neymar brasilianis in der klassischen Haltung nach einem versuchten Flug und weicher Landung. © Ronnie Mcdonald auf flickr.com, Lizenz: CC By 2.0.

Biologen haben inmitten des nächsten geologischen Massensterbens durch das Anthropozän, in dem wir uns befinden, eine neue Art entdeckt: Neymar brasilianis, die brasilianische Schwalbe!
Wie Fachleute des Nabu erläuterten, handelt es sich dabei um eine genetische Symbiose von Homo sapiens und Hirundinidae (gemeine Schwalbe). Phänotypisch bleibt der Homo sapiens hier dominant, sodass Neymar brasilianis äußerlich nicht von einem gewöhnlichen Homo sapiens unterschieden werden kann.

Optisch nur durch Spaghetti vom Menschen unterscheidbar!

Nur ausgebildete Kenner von Neymar brasilianis erkennen beim Aussehen feine Unterschiede: So unterscheidet sich die brasilianische Menschenschwalbe vom Homo sapiens durch eine geradezu manische Fokussierung auf modische Peinlichkeiten. Ein Beispiel zeigt der Namensgeber der Gattung Neymar mit einer Gockelhaartracht, die er selbst für unglaublich lässig hält, in Wirklichkeit jedoch wie ausgekotzte Spaghetti aussieht, die auf dem Haupthaar aufliegen (der Artikel deutet bereits die tragische Flugunfähigkeit und damit verbundene Verletzungen von Neymar brasilianis an, auf die wir anschließend näher eingehen werden):

Neymar: Flugunfähig und mit Heulkrampfsyndrom

Während also optisch die neue Gattung der Menschenschwalbe für den Laien kaum sichtbar ist, findet sich der Schwalbenanteil dieses Mischwesens ausschließlich im abnormen Verhalten. Schwalben reagieren äußerst sensibel auf zarteste Windströme, die sie zum Fliegen verwenden.

Der Wunsch ist immer präsent, doch Neymar brasilianis ist flugunfähig und daher mit dem Tölpel eng verwandt! © <a target="https://www.flickr.com/photos/doisbicudos/14388754100">Sebástian Freire auf flickr.com"</a>, Lizenz: <a target="_blank" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">CC BY-SA 2.0</a>.
Der Wunsch ist immer präsent, doch Neymar brasilianis ist flugunfähig und daher mit dem Tölpel eng verwandt! © Sebástian Freire auf flickr.com“, Lizenz: CC BY-SA 2.0.

Zwar kann Neymar brasilianis nicht fliegen, was dieser Gattung etwas Tragisches wie den Tölpeln verleiht, aber trotzdem reagiert Neymar brasilianis genau wie eine Schwalbe. Bei Wahrnehmen zartester Winde reißt es Neymar die Beine weg, wenn dieser versucht trotz Flugunfähigkeit abzuheben und zu fliegen. Die anschließende Landung ist weich, immerhin konnte Neymar brasilianis ja nicht einmal zu gefährlichen Flughöhen abheben.

Dennoch wälzt sich diese Gattung schreiend auf dem Boden herum, als wären soeben die Beine blitzamputiert worden. Das Schreien ist jedoch nicht körperlicher Natur, sondern rein psychisch bedingt: Die Erkenntnis des Nichtfliegenkönnens ist so schwerwiegend und schmerzlich, dass es eine Weile dauert, bis die empfundenen Seelenschmerzen abklingen, sodass Neymar brasilianis sich tränentrockend wieder aufrichtet und seine Kopfspaghettis richtet.

In besonders schlimmen Niederlagenfällen kann sich die Neigung zum Schreien auch zu einem lebensbedrohlichen Heulkrampf steigern, an der viele Individuen dieser Gattung nach Luftröhrenspasmen versterben können. Ein Engländer kann hier mit einem kräftigen Tritt und rituellen „Fuck you“-Besprechungen wunder wirken und lebensrettend sein!

Neymar brasilianis ist ansteckend!

Bereits 2014 erfolgte Berichte zeigen, dass die voll sozialisierte Neymar brasilianis umgebende Individuen kontaminiert, sodass auch diese ein ähnliches Verhalten zeigen. Biologen sprechen hier vom männlichen Heulsusen-Prinzip, wonach ganz ähnlich zum Greshamschen Gesetz aus der Münzkunde sich immer die schlechtere Münze bzw. das minderwertigere Verhalten durchsetzt. Neymar brasilianis dient damit als Keimzelle einer Verhaltensdegeneration im Laufe derer vorher starke und widerstandsfähige Exemplare auch des Homo sapiens einen rätselhaften Fremdschämhabitus zeigen, das hemmungsloses Weinen und eine verachtenswerte Schwäche einschließt.

Neymar brasilianis ist damit biologisch als ein vampirischer Parasit zu sehen, der zwar nicht körperlich aber durch psychische Beeinflussung andere Spezies schwächt, was bis zum Aussterben führen könnte. Die gefährlichen Auswirkungen sind von den Krankenkassen anerkannt und werden medizinisch gleichnamig mit der neuentdeckten Art unter „Neymar brasilianis“ als ansteckende Krankheit geführt.

Zentrales Symptom bei Kontakt mit Neymar brasilianis: Hemmungsloses Heulen bis zur Handlungsunfähigkeit. Die Opfer verhungern oftmals. Dieses Opfer versucht mit einem Bild von Zlatan Ibrahimovic die fatale Konditionierungsspirale zu durchbrechen und bleibt erfolglos.
Zentrales Symptom bei Kontakt mit Neymar brasilianis: Hemmungsloses Heulen bis zur Handlungsunfähigkeit. Die Opfer verhungern oftmals. Dieses Opfer versucht mit einem Bild von Zlatan Ibrahimovic die fatale Konditionierungsspirale zu durchbrechen und bleibt erfolglos.

Fachleute empfehlen als Gegenmaßnahme eine „furor teutonicus“-Impfung, aber offenbar ist Neymar brasilianis mittlerweile resistent gegen dieses Mittel geworden, wie die 0:1-Niederlage gegen Mexiko zeigte und diverse Pressekonferenzen von hemmungslos in Seelenstriptease sich blamierenden, einst stolzen deutschen Spielern, die sich bei den immer selteneren Siegen sogar für Herzchenjubel nicht zu schade waren.
Das letzte Mittel, das Schutz vor Neymar brasilianis bieten könnte, ist Vinnieaxen – das aus einem Konzentrat eines englischen Fußballspielers gewonnene Antidot, auf das Neymar brasilianis in höchstem Maße allergisch reagiert.

Die WM 2018 ist für die Biologen trotz der offensichtlichen Infektionsgefahr eine willkommene Gelegenheit, die brasilianische Menschenschwalbe in ihrem natürlichen Habitat auf dem Fußballfeld zu studieren, um eine weitere Verbreitung dieser gefährlichen Spezies zu verhindern.




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