Mit Omega im Kopf nachts rasenmäherwüten: Die Aggressionstherapien gegen Hitze

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Aggressionstherapien unterdrücken nicht länger den Frust gegen Hitze, Sommer, Sonne und Sofetenbelästigung, sondern führen ihn nach außen, um ihn so zu verarbeiten.
Aggressionstherapien unterdrücken nicht länger den Frust gegen Hitze, Sommer, Sonne und Sofetenbelästigung, sondern führen ihn nach außen, um ihn so zu verarbeiten.

Tag 39 des treibhausgesteigerten Dauerbrüllhitzesommers. Wir schreiben erst Juni.

120 Minuten spärliche Stunden Schlaf verkünden uns die rotbrennenden Augen – mehr hat uns die schwüle Hitze, die wie eine übergewichtige und tote Tropenprostituierte offenbar auf uns im Bett lag, nicht gegönnt. Wir quälen unser aufgedunsenes Fleisch aus der Lache aus Pseudokühlstoffen und Schweiß, um in die Arbeitsminen zu kriechen. Die Laune ist so tief gesunken, dass sie Marianengrabentiefe überschritten hat.

Morgenstund hat Wahn im Spind

Vom abgedunkelten Schlafzimmer in das abgedunkelte Bad, wo uns eine Walking Dead-Szene* im Spiegel erwartet. Nach 5 Minuten hirnlosem Starren fällt uns ein, was wir hier wollten. Zähne putzen. Der irrlichternde Blick fällt auf den Zahnputzbecher. In sonnengelben Farben mit einer aufgemalten Grinsesonne steckt die gleichfarbige Zahnbürste. Zitternde Hände nähern sich und nehmen sie vorsichtig auf. Bananengelbe Zahnpasta auf die Zahnbürste.
Sie denken es handelt sich um das Geschenk einer böswilligen Ehefrau? Oder um das Ergebnis einer verlorenen Wette mit Sofeten? Weit gefehlt! Es ist nur ein Bestandteil der Aggressionstherapie zur psychologischen Hitzebewältigung!

Beim Zähneputzen wird das auf dem Bürstenkopf in Spiegelschrift aufgebrachte Wort „Schönwetter“ im Spiegel sichtbar. Mit knirschenden Zähnen überwindet die Wut die Müdigkeit und die Putzfrequenz überschreitet die Geschwindigkeit der schnellsten elektrischen Zahnbürsten*, bis die Borsten glühen und qualmen.

Gedankenverloren blicken wir in die nahe Zukunft und sehen, wie wir bald im sofetischen Großraumbüro sein werden. Dort hat man gewiss bereits die Fenster aufgemacht, damit die schon am Morgen allgegenwärtige Brüllhitze eindringen kann statt der Klimaanlage einen Sinn zu geben. Erzsofetinnen werden im Schal bei 28 Grad Raumtemperatur trällern, wie schön das Wetter* sei und dass niemand mehr frieren muss. Bei dem Gedanken knackt plötzlich etwas. Verwundert fällt uns auf, dass wir den Bürstenkopf zerbissen haben. Entschlossen beißen wir noch ein paar Mal zu und stellen uns dabei vor, es handele sich um Körperteile einer gewissen Mitarbeiterin.

Nachdem wir die Plastikleichenreste ausgespuckt und den Mund ausgespült haben, werfen wir entschlossen den Zahnputzbecher an die Badezimmerwand, so dass die Splitter in die Badewanne regnen. Neugierig betrachten wir die Splitter und sehen, dass der Riss dieses Mal perfekt durch die aufgemalte Grinsesonne gegangen ist. Sehr schön! Mit einem besseren Gefühl öffnen wir den Badschrank, wo ein dutzend sonnengelbe Zahnbecher und gleichfarbige Zahnbürsten sich befinden und stellen das nächste Opferpaar für den kommenden Morgen auf das Badezimmerregal.

Reise, Reise, lächelnd leise

Im Auto schließlich wird unsere Laune schlagartig besser. Mit einem dumpfen Fauchen springt die Klimaanlage an – von einem halbwahnsinnigen Kaltwetterautoschlosser so gepimped, dass sie innerhalb von 10 Sekunden Herbsttemperaturen von 7 Grad erzeugt. Sie keuchen. Ihnen fällt ein, dass ihr Autoschlosser erwähnt hatte, dass diese Form der Kälte nicht ohne gesundheitliche Schädigungen erreicht werden kann. Egal. Hustend stellen sie den Regler auf „Islandboost“.

Dann fahren Sie los und suchen beiläufig. Die Suche währt nicht lange in dieser Jahreszeit. Ein ekelweißes Cabrio, das an Sofetenschimmel erinnert, hört man früher als dass man es sieht. Ein fäkalienbraungebrannter Sofet mit Sonnenbrille und Goldkette sitzt im augenkrebserzeugenden Hawaiihemd hinter dem Steuer und nickt unrhythmisch im Urwaldtrommeltakt von Hohlbrotbässen – vermutlich damit die zwei übriggebliebenen Neuronen im Würfelbecher seines Vakuumschädels angenehm herumklappern.

Fahrtaktische Finesse ermöglicht, dass der Cabriosofet hinter Ihnen ist, als die Ampel rot zeigt. Mit lüsternem Grinsen betätigen Sie die Frontscheibenwischanlage. Oh, sehen Sie nur, wie der Wasserstrahl mit dem Druck eines G20-Wasserwerfers über das Ziel hinausschießt und in Form von Extremregen im Cabrio hinter ihnen landet. Ein kreischender Sofet am Morgen kann die Laune bedeutend verbessern. Sie machen sich eine Gedankennotiz, ihrem alles pimpenden KFZ-Schlosser demnächst ein Bier auszugeben. Ein kaltes.

Wenn gerade einmal kein Cabriosofet verfügbar ist, können Sie auch auf die beliebte Wasserbombe zurückgreifen! (via GIPHY)

Der kleine, gemeine Bürokrieg

Erfahrungsgemäß besteht 75% der Belegschaft eines Großraumbüros aus Hitzeprimelfrauen, die unterhalb 35 Grad frieren als könnten sie den Unterschied zwischen Minus und Plus nicht begreifen. Können Sie wohl auch nicht.
Wenn Sie also wieder den ganzen Arbeitstag bei 28 schweißtreibenden Grad im Büro, Dauersonne und über 30 Grad in der Mittagspause verbringen müssen und Sofetensprüche wie „Morgen wird es schon wieder kalt* und regnerisch“ (bei 28 Grad und einem 5 Minuten andauernden Schauer) nicht ignorieren können, dann lassen Sie besser Dampf ab, bevor Sie platzen.

Eine Dose medizinisches Eisspray sollten Sie als Sklave in den bürosofetischen Mühlen sowieso immer parat haben. Wenn die Obersofetin im Büro zu Ihnen kommt und von der nächsten „Schönwetterfront“ faselt, dann greifen Sie wortlos in die Schreibtischschublade und benutzten das Eisspray wie Insektengift gegen Sofeten.

Die Schreie, wenn die Sofetin vor der Kälte panisch flieht, gibt es gratis dazu. Immerhin das können Insekten nicht leisten – aber sie haben auch ein kleineres Gehirn. Allerdings nur marginal.

Ansonsten leben Sie Ihre Persönlichkeit aus! Schluss mit geheuchelter Höflichkeit, wenn zu dem abstrusen Höllenwetter auch noch die Dauerberieselung idiotischer Hitzeperversionssprüche von RTL-Gehirnen hinzu kommt. Wenn es endlich einmal regnen sollte, dann brüllen Sie „Regenpause für alle Nichtsofeten“ und rennen mit Schirm raus. Während Sofetennasen unter schaudernder Beobachtung an den Fenstern kleben, tanzen Sie ungestört ihre Freude in den Regen!

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Feierabendarbeit als Therapie

Nach dem Gang durch die bürosofetischen Lavaminen des Tages fängt die Arbeit aber in der Nacht erst an. Wann, wenn nicht in der Nachtkühle, kann man sich um den Garten kümmern? Bei 40 Grad in der Sonne* ohne Schatten ist das am Tag ein Ding der Unmöglichkeit.

Das ideale Introvertiertenoutfit für das nächtliche Therapierasenmähen! © <a target="_blank" href="https://en.wikipedia.org/wiki/File:Person_in_a_plague_doctor_costume.jpg">Mighty Saiyan auf commons.wikimedia.org</a>, Lizenz: <a target="_blank" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/">CC BY-SA 3.0</a>.
Das ideale Introvertiertenoutfit für das nächtliche Therapierasenmähen! © Mighty Saiyan auf commons.wikimedia.org, Lizenz: CC BY-SA 3.0.

Also verlegen Sie klugerweise alles in die Stunden der Nacht. Dabei gibt es zwei Therapieformen.
Der eher introvertierte Nachtgärtner neigt zu traditionelleren und stillen Umsetzungen der Therapie. Flugs ist der schwarze Sommermantel mit Kühlfunktion übergeworfen. Ein feuchter Schlapphut zur Kühlung bei der Arbeit ist ebenfalls zur Hand. Als Traditionalist haben Sie gewiss irgendwo eine mittelalterliche Schnabelmaske* herumliegen, die sie mit Rauchwerk füllen, um die Stechmücken fernzuhalten.

Sie verwenden natürlich keinen Rasenmäher*! Nicht, weil er nächtens so viel Lärm veranstaltet – das hält ihre sofetischen Gartennazinachbarn ja auch nicht davon ab, stundenlang jeden Tag die Umgebung zu pressluftterrorisieren. Nein, sie wollen fühlen, wie die Grashalme ihr Leben aushauchen als wären es Sofeten – andernfalls würden sie ohne diese Vorstellungsmotivation die Arbeit in der Nachtschwüle gar nicht bewältigen. Sie nehmen also die uralte Sense von ihrem Uropa zur Hand. Das Holz ist so bleich wie Knochen. Die Sense wurde im Laufe der Jahrzehnte so oft geschärft, dass die Klinge 1 cm vor dem eigentlichen Metall bereits beginnt und alles mäht, bevor es die Klinge erreicht.

Beibehaltung von Traditionen: Schon der Uropa verstörte Nachbarn mit seiner Gartenarbeit.
Beibehaltung von Traditionen: Schon der Uropa verstörte Nachbarn mit seiner Gartenarbeit.

Draußen fangen sie still mit ihrer Arbeit an. Die Sense sirrt ihr tödliches Lied. Doch der Sofetennachbar hat sie dennoch gehört. Nach 8 Stunden Rasenmäherröhren, Motorsägenlaubschnitt und Sysiphushandwerkergehämmer stört er sich pharisäerhaft an ihrer flüsterleisen Arbeit. Er fragt über den Zaun, was sie dort machen. Der Vollmond beleuchtet sie bei ihrer Arbeit und er stutzt. Er sieht nicht ihr irres Grinsen hinter der rauchenden Vogelmaske. Und sie holen wieder weit mit der bleichen Sense aus und stoisch arbeiten sie sich schweigend den Weg weiter durch ihren Dschungelgarten. Der Nachbarsofet wird unsicher, denn Sie kommen immer näher. Am Ende halten Sie inne und stehen mit der Sense in der Hand da und starren ihn durch glotzende Vogelmaskenaugen einfach nur schweigend an. Er wird unsicher werden und schließlich den Druck des Schweigens und ihres Anblicks nicht mehr ertragen.
So haben Sie nicht nur eine lang aufgeschobene Arbeit verrichtet, sondern gehen auch mit einem breiten Grinsen ins Bett …

Für die Extrovertierten bietet sich eine etwas andere Variante des Rasenmähens an.
Wenn Ihr Sofetennachbar am Tag herumlärmt, dann können Sie das auch nachts. Also holen Sie Ihren Rasenmäherpanzer* mit dem 100 PS-Motor heraus, der nur mit Kerosin läuft. Eine Kopflampe brauchen Sie auch noch, damit Sie auch erkennen, wie schön ihre Vernichtungsschneise im Gartendschungel aussieht. Eine Grubenlampe* hat Ihnen Ihr Vater vermacht, also auf den Schädel damit. Glück auf!

Auch der Extrovertierte hatte einen Opa, der vor gut hundert Jahren einen Wutrasenmäher baute. Im Krieg fand er als Dschungelrodungsmaschine kurzzeitig Verwendung, bis man ihn aufgrund der Genfer Konventionen verbat, da er den Feind zu sehr schreckte.
Auch der Extrovertierte hatte einen Opa, der vor gut hundert Jahren einen Wutrasenmäher baute. Im Krieg fand er als Dschungelrodungsmaschine kurzzeitig Verwendung, bis man ihn aufgrund der Genfer Konventionen verbat, da er den Feind zu sehr schreckte.

Weil sich ihre nächtliche Rasenmähertherapie mit dem Veröffentlichungszeitpunkt des nächsten GFS-Laufs überschneidet, nehmen Sie auch noch Ihr Handy mit, damit Sie nicht verpassen, dass sich die angekündigte Abkühlung bestätigt und Sie frohen Mutes in der Sommerverzweiflung ins Bett gehen können.
Draußen werfen Sie mit dem Fußfickstarter den Rasenmäher an. Sie halten kurz inne und vernehmen das klassische Klirren der benachbarten Fensterscheiben, als die Druckwelle wie gewohnt Glas zum Wimmern bringt, bis das alles übertönende Geheul des Rasenmähers einsetzt wie ein waidwunder Sofet am ersten Frosttag des Jahres in seinem Heizungskeller.

Nach einigen Minuten merken Sie, dass Ihre Motivation trotz der Protestgeschreie der Sofetennachbarn flöten geht. Da fällt Ihnen ein, dass inzwischen der neuste GFS-Lauf raus sein sollte. Mit einem seltsam enttäuschenden Heulen erstirbt der Rasenmäher und bald auch verebben die Restflüche der Nachbarn.
Sie blicken auf den 18z-Lauf und die erwartete Abkühlung. Sie ist weg!

Schweiß bricht Ihnen aus. Handelt es sich um einen Softwarefehler? Ist es der Lauf von gestern? Hektisch fliegen ihre panischen Finger über das Handy. Aber alles ist korrekt. Ihre Hoffnungen zerbersten in die Schwärze der Nacht. Verzweifelt greinend prüfen Sie die dazugehörigen Wetterkarten und stellen fest, dass eine Omegalage mit wochenlanger Brüllhitze den Kühllauf ersetzt hat. Ihr langgezogener Schrei lässt erneut die Fenster klirren und hat nichts menschliches mehr an sich.

Bebend vor Zorn kickstarten Sie den Rasenmäher. Sein aufheulender Motor klingt ängstlich. Sie aber rennen schreiend mit dem infernalisch brüllenden Rasenmäher* und tanzender Kopflampe durch ihren Dschungelgarten. Die Sofetennachbarn stehen senkrecht in ihren Betten und wundern sich, warum Sie dauernd „Omegaaaaaaa Aaaaah!“ brüllen, doch niemand wagt, etwas zu sagen oder die Polizei zu rufen – erst recht nicht, als sie das Gartengemetzelschauspiel durch die Fenster beobachten.

Sie kommen später ausgelaugt mit der Optik eines Vietnamveteranen zur Tür herein. Als Ihre Frau Sie fragt, warum Sie so einen Lärm gemacht haben, dann antworten Sie mit leerem 1000-Meter-Blick: „Weil es effektiver ist, die Dornenbüsche mit einer Rasenmäherramme zu killen statt sie mit bloßen, blutigen Händen zu Tode zu würgen.“ Ihre Frau wird verständnisvoll nicken und Sie ins Haus holen. Ganz sicher.

Zertrümmerungskatharsis

Sehen Sie nur, wie das Sommermaßband in der Zeitlupe ihrer Erinnerung, angetrieben vom Wutplasma ihres Hitzezorns durch die Luft eine saubere ballistische Artilleriekurve fliegt und sich dabei überschlägt wie ihre Stimme, die durch die Zeitlupe zu einem tyrannosauroesken Brüllen verzerrt wird.
Als das Maßband schließlich die Wand erreicht, deformiert sich die auftreffende Ecke wie die Nase eines Sofeten bei Kontakt mit ihrer Faust, bevor die Bewegungsenergie ihres Zorns das immer noch viel zu lange, aufgerollte Maßband in der Plastikummantelung zerreißt.

Die Explosion verwandelt die morphologisch rational geordnete Maßbandform in wutgesteuertes Chaos. Tausende Splitter aus Plastik und Metall erblühen wie eine Blume der sinnlosen Gewalt, bis sie unter ihrem hysterischen Lachen, immer noch durch die Zeitlupe verzerrt als stamme sie von einem leibhaftigen Dämon, herabregnen wie Regen, den Sie seit Monaten nicht mehr gesehen haben.

Wenn der Aggressionsdruck in Ihnen durch Hitze und Sofetenbedrängnis Überhand nimmt, ist es nicht sinnlose Gewalt, wenn Sie wahllos Gegenstände zertrümmern und dabei wie ein waidwundes Tier aufheulen!
Der Psychologe weiß: Durch Transformation der inneren Wut in nach außen ausgedrückte Gewaltenergie wird man einen Teil der Seelenlast endlich los. Dabei wird die Wut auf einen unbeteiligten Gegenstand projiziert. Die Wut verraucht dann ebenso wie der Gegenstand, wenn er in einem Schrapnellregen an der Wand zerschellt und aus diesem Universum genau so getilgt wird, wie Sie es gerne mit dem Sommer, der Sonne* und den Sofeten machen würden. Das nennt sich bereits seit Aristotelischen Zeiten des griechischen Theaters „Katharsis“, also „Reinigung“ von Gefühlen durch Mit- und Durcherleben.

Dabei bietet sich das sommerliche Maßband an, das jedes Normalwetteropfer in der Klimakatastrophe sein eigen nennt, an. Pro Tag schneiden Sie als heiliges Ritual 1 cm ab, damit sie nach Monaten am Ende des 1,50m-Maßbandes endlich auch anschaulich sehen, dass der Treibhausgassommer der Hölle endlich endet!

Pulverisieren Sie psychologisch korrekt Gegenstände Ihrer Wahl und entledigen Sie sich so von einem Teil der Wut auf Sommer, Hitze und unerträglichen Sofeten!
Pulverisieren Sie psychologisch korrekt Gegenstände Ihrer Wahl und entledigen Sie sich so von einem Teil der Wut auf Sommer, Hitze und unerträglichen Sofeten!

Sie werden in der Zertrümmerungskatharsis nicht nur ein einzelnes Maßband benötigen, also kaufen Sie diese lieber im Dutzend. Zudem können Sie irre kichernd nach der Wutzerstörung des Maßbandes beim neuen Exemplar die cm frisch abschneiden, die beim alten Maßband bereits abgeschnitten waren.

Bei der Wahl der Gegenstände, die Sie als Projektionsfläche für ihre Hitzewut verwenden, können Sie kreativ sein. Aber beachten Sie, dass Sie keinerlei Gegenstände im heißen Moment des Zorns verwenden, die Ihnen lieb und teuer sind! Auch sollte kein Tier und kein Mensch in der Nähe sein, damit Kollateralschäden vermieden werden.
Sehr weise ist ein kleiner Kellerraum, in dem Sie ohne Bedenken wüten und schreien und in dem sich die Berge aus Splittern ihrer Wut auftürmen können. Ein Nachteil mag sein, dass sich ihre heißen Emotionen in die Wände einbrennen und spätere Generationen seltsame Schreie wie Echos in dem Zimmer vernehmen und Geisteraktivitäten vermuten, aber das muss Sie nicht interessieren.

Sie sehen also: Mit falscher Zurückhaltung steigern Sie die Qualen der Hitze und des Sommers nur noch, vor denen man eben nicht wie Sofeten bei Kälte durch Wahl der richtigen Bekleidung* einfach entkommen kann. Wir wünschen Ihnen daher einen psychologisch weisen Aggroverlauf des gottverfluchten Dreckssommers, verdammt noch mal!

© <a target="_blank" href="https://www.flickr.com/photos/70023venus2009/30883962775">70023venus2009 auf flickr.com</a>, Lizenz: <a target="_blank" href="https://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/">CC BY-ND 2.0</a> (Keine Bildveränderung!)
© 70023venus2009 auf flickr.com, Lizenz: CC BY-ND 2.0 (Keine Bildveränderung!)



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