Künstliche Blumenkohlintelligenz bei Pavard entdeckt!

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So begann alles: Forscher mit Pavards Blumenkohl. ©
Der erste Prototyp: Forscher mit Pavards Blumenkohl. © Nevit auf commons.wikimedia.org, Lizenz: CC BY-SA 3.0.

Erst fiel es niemandem auf.
Die eckigen Bewegungen mochten eine Veranlagung sein, am Fußballspielen hinderten sie ihn nicht. Die grauenhafte Blumenkohlpilzfrisur Marke Tante Erna aus dem Ruhrpott ist für einen Fußballer nicht ungewöhnlich, wenn man sich an berüchtigte Vokuhilafrisuren aus den 1980er Jahren erinnert. Die Plastikmimik gab Rätsel auf, aber manch einer ist kein Ausbund Carreyesker Grimassenkunst.

Verräterisch: Ab und zu kommt es nach nach Genuß von Sauce hollandaise noch zu Rückfällen in die Schaufensterpuppengestik. © <a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Benjamin_pavard.jpg">Jeollo von http://www.vfb-exklusiv.de auf commons.wikimedia.org</a>, Lizenz: <a target="_blank" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de">CC BY-SA 3.0</a>.
Verräterisch: Ab und zu kommt es nach nach Genuß von Sauce hollandaise noch zu Rückfällen in die Schaufensterpuppengestik. © Jeollo von http://www.vfb-exklusiv.de auf commons.wikimedia.org, Lizenz: CC BY-SA 3.0.

Erst als ein geschasster Insider eines Labors für Künstliche Intelligenz in Frankreich sich als Whistleblower betätigte, kam heraus: Benjamin Pavard ist in Wahrheit eine zum Leben erweckte Schaufensterpuppe!

Den Informationen zufolge habe man mit Blumenkohl herumexperimentiert, da dieser phänologisch dem menschen Gehirn sehr nahe komme. Die Wissenschaftler seien völlig überrascht gewesen, als die Experimente anschlugen. Man war sich einig, dass die Öffentlichkeit für diesen Entwicklungssprung nicht bereit wäre. Man setzte daher die Blumenkohlmatrix in eine Schaufensterpuppe ein, die mit aufwändiger Robotik beweglicher gemacht wurde.
Mit einem Fußballstar, so die Ansicht, könne man erreichen, dass sich die Bevölkerung an die erste künstliche Intelligenz auf dem Planeten Erde gewöhnt und ein letztliches Outing Pavards dann die Weltbevölkerung vor vollendete Tatsachen stellen würde. Lästige ethische Diskussionen würden unvermeidlich ins Leere laufen, wenn längst bewiesen wäre, dass die künstliche Intelligenz ein bewundernswertes Mitglied der Gesellschaft geworden sei.

Alles war perfekt geplant. Von einer erfundenen Kindheit mitsamt sämtlicher Belege, die an diversen Institutionen in die dortigen Datenarchive eingeschmuggelt werden mussten, bis hin zu subtilen Erinnerungsmanipulationen der Bevölkerung, die von der Politik für Wählermassenkontrolle eingesetzt werden.
Doch dann machte Pavard selbst den Entwicklern einen Strich durch die Rechnung: Er zeigte die gleichen irrationalen Eigenschaften wie lebende Menschen, dabei hatte man doch sich bemüht, diesen speziellen Aspekt bei der künstlichen Intelligenz zu verhindern: Pavard sauer!

So fing alles an: Pavard junior nach der ersten erfolgreichen Züchtung.
So fing alles an: Pavard junior nach der ersten erfolgreichen Züchtung.

Die Forscher bekundeten dennoch letztlich stolz wie Väter, dass man den „Deus ex machina“ nun nicht mehr verschwinden lassen könne. Reaktionen aus der Bevölkerung geben ihnen recht. Eine wahre Begeisterungswelle überrollte Pavard inzwischen, schließlich wurde er der erste Blumenkohlfußballweltmeister. Besonders stolz sind die „Väter“ übrigens auf die Frisur, die sich auf bisher unbekannte Weise selbstständig blumenkohlartig entwickelt hat.
Der VfB Stuttgart* will nun unbedingt den immer heißer umworbenen Pavard behalten und hat dafür eine Aktion namens „VfB ist der einzige Verein für Blumenkohlspieler!“ gestartet.

Wünschen wir Benjamin Pavard das Beste für seine Karriere und seine Frisur. Sein knabenhaft starres Lächeln wird er gewiss beibehalten.




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