Hakenkreuz auf Rasen: Kroatien macht Nazischädling verantwortlich

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Otiorhynchus-hitlerensis fällt durch die charakteristischen schwarzen Färbungen am Kopf besonders auf und wird immer mehr zu einer Plage.
Otiorhynchus-hitlerensis fällt durch die charakteristischen schwarzen Färbungen am Kopf besonders auf und wird immer mehr zu einer Plage.

Der Aufschrei war groß, als beim EM-Qualifikationsspiel zwischen Kroatien und Italien (1:1) am Freitag, den 12. Juni 2015 ein ausgeblichenes, aber deutlich erkennbares Hakenkreuz auf dem Rasen des Spielfeldes zu sehen war.
Vorschnell wurden die Fans der Kroaten verurteilt – immerhin fand das Spiel gegen Italien bereits vor leeren Rängen statt aufgrund ähnlicher Skandale in den letzten Monaten.

Wie sich jetzt überraschend herausstellte, zeigt sich jedoch ein seltener Rasenschädling dafür verantwortlich: Otiorhynchus hitlerensis, auch „gemeiner Nazischädling“ genannt.
Wie kroatische Biologen erklärten, bedarf es bei diesem seltenen, aber gefährlichen Schädling einer spezifischen Umgebung, damit er sich auf Rasen niederlässt. Dazu gehört eine Entwicklung in dunkler, isolierter Umgebung, Ernährung von Faulstoffen oder das Vorhandensein nützlicher Insektenarten, die dann parasitär missbraucht werden.
Anschließend bilden diese Käfer eine Gemeinschaft, bei der nur ein Exemplar die Führung übernimmt (sog. „Führerkäfer“). Mit ruckartigen Bewegungen marschiert dieser dann knapp unterhalb der Grasnarbe durch den Rasen und bildet dabei das charakteristische Hakenkreuzmuster, während seine ihm blind folgenden Artgenossen im Gleichschritt hinterherlaufen.

Die kroatische Regierung hat Italien um Hilfe gebeten, welches bei der UEFA angesichts des Vorfalls heftigst protestiert hatte. Wissenschaftler der italienischen „Mussolini-Stiftung“ wurden beauftragt, ein Gegenmittel zu finden, um zukünftige Skandale dieser Art zu vermeiden.
Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass bereits die Behandlung weniger Untertanenkäfer mit einem Intelligenz stimulierenden Mittel ausreicht, um die Kette stupiden Massenverhaltens zu stören. Es kommt zu Kämpfen mit Führerkäfergehorsamen Exemplaren, bis am Ende der Führerkäfer selbst auf dem Weg durch das Hakenkreuzlabyrinth verhungert.

Angeblich sollen sogenannte „Zoonosen“, also eine Übertragung des Verhaltens aus der Tierwelt auch auf menschliche Exemplare möglich sein. In dieser Hinsicht sind sich die Forscher jedoch noch nicht einig und kündigten großangelegte empirische Untersuchungen in Ostdeutschland an.




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