Das Dilemma mit den bürosofetischen Hitzeprimeln

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Angesichts des Verblödungsgrades sommerfetischistischer Bürokollegen könnte man so manches mal vor Wut explodieren.
Angesichts des Verblödungsgrades sommerfetischistischer Bürokollegen könnte man so manches mal vor Wut explodieren.

Ein weiterer Tag in den modernen Bürosklavenminen beginnt. Man öffnet die Tür zum Großraumbüro und denkt für einen Moment, es handelt sich um die Backofentür. Mit der CO2-Bilanz einer Fabrik aus dem 19. Jahrhundert auf abstruse 25 Grad hochgeheizte Raumluft, die Sommerfetischisten (Sofeten) als „frisch“ bezeichnen, schlägt einem entgegen.
Als man nach Luft schnappend in einem Reflex ausweicht, um dem ersten Brüllhitzeansturm auszuweichen, ertönen bereits Proteststimmen der Sofetenprimeln im Büro. »Es zieht! Mach die Tür zu!«, »Wir holen uns den Tod!«.
Mit der Laune eines Massenmörders, dem sein neuestes Opfer versehentlich zu früh verstirbt, betreten wir die Bürosauna.

Man hat es nicht leicht als normaler Mensch, der in einer klimatischen globalen Treibhausgaskatastrophe unter intelligenzabstinenten Bürosofeten überleben muss.
Man hat es nicht leicht als normaler Mensch, der in einer klimatischen globalen Treibhausgaskatastrophe unter intelligenzabstinenten Bürosofeten überleben muss.

Etwa ein Dutzend Augenpaare blicken uns an und ein repräsentativer Klimaspiegel der deutschen Gesellschaft öffnet seine Sonnenstudiogruft. Hier rührt ein unpassendes Hawaiihemd (bei den Lavatemperaturen im Raum passt es allerdings nun wieder) in seinem himmelblauen Kaffeebecher, auf dem die billige Darstellung einer Grinsesonne und der Spruch „Sonne* im Herzen, Mallorca im Kopf“ (und Sie ändern es spontan ab in „Sonne* im Herzen, Leere im Hirn“) prangt. Dort unterhalten sich zwei Männer mit der braunen Hautfäulefarbe von Sofeten über die Endlos-Grillparty am Wochenende, weiter hinten schlingt eine sofetische Mitarbeiterin ihren Wollschal demonstrativ enger um den Hals und verschießt zornige Blicke in Ihre Richtung.

»Dicke Luft«, denken wir uns und überlegen kurz, ob wir das mitgebrachte Fleischermesser dazu benutzen sollen, die Luft in handliche Stücke zu schneiden, damit wir unseren Arbeitsplatz überhaupt erreichen. Bis uns einfällt, dass wir gar kein Fleischermesser mitgebracht haben und es im gleichen Moment aufrichtig bedauern – wenn auch aus blutigeren Gründen.

Während uns bei 25 Grad trotz T-Shirt* und dresscodegerechter Sommerhose der Schweiß ausbricht und wir uns fragen, wie wir ohne eine zerebrale Hitzeembolie den Arbeitstag überstehen sollen, kommt uns der Gedanke, warum eigentlich etwa 70% der deutschen Gesellschaft verlernt haben, ein natürliches Temperaturempfinden zu bewahren und warum sie Temperaturen, die in der tropischen Schwüle eines Regenwalds selbst bei indigenen Kulturen zu Verzweiflungsschreien führen, als „Wohlfühlklima“ bezeichnen.
Höchstwahrscheinlich ist die Gehirnwäsche und sklavische Abhängigkeit zu einem von der Werbeindustrie initiierten Mainstream der Grund. Doch welche Unterarten des Homo sofensis gibt es eigentlich im harten Büroalltag der bundesdeutschen Bürosaunas?

(1) Der bürosofetische Hitzeprimat

Die Abstammung von evolutionär unfertigen Vorgängern des Homo sapiens sieht man dem bürosofetischen Hitzeprimaten auf den ersten Blick an. Behaarte Pranken in der Farbe von Gorillahaut schreien danach, auf ihnen vierbeinig laufen zu dürfen.

Der sofetische Hitzeprimat arbeitet grundsätzlich nur am lederlappigen Körper, nicht am Gehirn!
Der sofetische Hitzeprimat arbeitet grundsätzlich nur am lederlappigen Körper, nicht am Gehirn!

Dies korreliert mit der ungewollten Aussage des Proleten-Goldkettchens am Handgelenk und von Hawaiihemd-Varianten, die jeder Augenarzt als begründete Ursache für Spontanerblindungen einschätzen würde. Jede Faser seiner Existenz brüllt: „Ich habe mich an materialistisches Angebertum und RTL-Niveau gekettet“.

Eine auffällige Leere im Blick begleitet die üblichen Gesprächsthemen, die sich zwischen Grill- und Saufparties als Freizeithobby über Pralinezeitschriften als intellektuelle Lektüre bis hin zu peinlichen Erinnerungen an versiffte Karibikurlaube dehnen und eine verlotterte Brücke des schlechten Geschmacks bilden.

Wie begegnet man am effektivsten dem Hitzeprimaten?

Wenn Sie ihm nicht unbemerkt täglich Salz in den Kaffee schütten und ihm dies als Kokossträusel verkaufen, dann wirken wie bei vielen Primaten Bananen Wunder, sprich: Ein Anreiz. In diesem Fall begeben sie sich nur für einen Moment geistig auf das Niveau des Primaten und richten seine zwischen Sonne* und Hoseninhalt schwankende Aufmerksamkeitsspanne auf die Büroschlampe (die gibt es immer! Fragen Sie Stromberg*). Mit etwas Glück und rhetorischem Geschick werden Sie bald lachender Zeuge, wie sich der Hitzeprimat in seiner Selbstüberschätzung beim anderen Geschlecht vor aller Augen lächerlich macht.

(2) Die heliumhirnige Sommerbitch

Heutige Praktikantinnen neigen dazu, ungefähr so arbeitsfähig und arbeitswillig zu sein wie ein Patient nach dem Wegdämmern in die Vollnarkose. Die deutsche Sprache beherrschen sie nicht mehr, die „perfekten PC-Kenntnisse“ drehen sich darum, wie man am besten „Connections“ mit anderen Heliumhirnigen knüpft und in Sachen Eigeninitiative hat man mehr Erfolg, wenn man den Mülleimer auffordert, sich selbst zu leeren.

"hihi ... Schönwetter ... hihi"
„hihi … Schönwetter … hihi“

Da sie im Schulunterricht ihres bisherigen rudimentären Lebens lediglich auf das Rauschen ihres leeren Kopfes geachtet hat, besteht stets die Gefahr, dass ihre Aufmerksamkeit wie ein Heliumballon in der Hitze davonschwebt – zumal sie die Aufmerksamkeitsspanne einer Fruchtfliege hat.
Ihre in kieksender Form vorgetragenen Sprachsurrogate drehen sich um „Summer“ und „Fun“, also um körperliche Reproduktionstätigkeiten in sengender Hitze.

Jedes normale Wetter* unterhalb von 30 Grad wird mit nasalem Quengeln als „Mistwetta“, jede den blauen Sofetenlangeweilehimmel störende Wolke als „Oh nee, gleich rechnets“ kommentiert.
Ihre „hi, hi“-Laute sind das akustische Pendant einer Luftpumpe, mit der Helium in den leeren Schädel geführt wird. Alles andere als 30 Grad und Dauersonne wird mit sofetischem Antipatriotismus quittiert: „Ich hasseeeee Deutschland“, da in der Mickymauswelt der Sommerbitch Deutschland auf den Malediven liegt.

Wie begegnet man der heliumhirnigen Sommerbitch?

Schicken Sie diese Praktikantin in den dunklen und kühlen Keller, um Akten zu sortieren. Sie bestrafen sie so nicht nur für ihr unbotmäßiges Verhalten (sprich ihre pure Anwesenheit) und schützen ihre eigenen Nerven, sondern geben ihr damit eine Aufgabe, die sie hoffnungslos überfordert, sodass in diesem Fall das alte Sprichwort „Aus den Augen, aus dem Sinn“ nicht nur für ihre Praktikantin bei der Pseudoarbeit gilt, sondern auch für ihr eigenes Seelenheil bei der Büroarbeit.

(3) Die Mainstreamversklavte Kältephobikerin

Eine besonders nervige Sofetin der weiblichen Art ist die mainstreamversklavte Kältephobikern. Meist mit Doppelnachnamen und Brille versehen (sie glaubt, sie sähe intellektuell damit aus, erreicht aber lediglich, dass jeder sie für eine verklemmte Altgouvernante hält), sitzt sie stets in voller Wintermontur vor dem Schreibtisch. Sie trägt als Hitzefetisch immer einen Schal, als wüsste sie nicht, dass aufgrund des geänderten Vorzeichens zwischen -30 und +30 Grad letztlich 60 Grad Unterschied liegen.

Viel zu kühl angezogene und frierende mainstreamversklavte Kältephobikerin im 40-Grad-Sommeroutfit.
Viel zu kühl* angezogene und frierende, mainstreamversklavte Kältephobikerin im 40-Grad-Sommeroutfit.

Da ihre Freizeit im 32-Grad-Wohnzimmerzuhause aus RTL-Sendungen rund um Karibik, Mallorca und Dschungelsendungen besteht, glaubt sie, die globale Klimakatastrophe namens „Klimawandel“ sei gut für die mittlerweile aussterbenden Arten, weil endlich keiner mehr frieren muss in der ofengleichen Dürrewelt, wo skelettierte Überreste diverser Spezies natürlich vom Gegenteil ünden.

Als Sklavin des Mainstreams glaubt sie noch an Fernsehgarten-Wetterboulevardnachrichten, bei dem jeder Tropfen Regen als teuflisch bezeichnet und jede mordende Hitzewelle als „Schönwetter“ gepriesen wird.

Diskussionen mit dieser Spezies sind aussichtslos, da die dafür benötigten Neuronen längst verkohlt sind und der deprimierende pseudointellektuelle Höhepunkt der Kältephobikern im repitierenden Zitieren der hohlsofetischen Apothekenrundschau besteht.

Wenn Sie Aufregung in das Büroleben bringen wollen, dann bringen Sie der Kältephobikerin im Winter einen Schneeball mit (falls Sie an dem einen Tag, wo es noch Schnee gibt in der Treibhausgaskatastrophe, im Büro sind) und stecken Sie ihn ihr in den Nacken, vorausgesetzt Sie können die diversen Kleidungsschichten mit der Dichte von Stahlbeton schnell genug durchdringen.

(4) Der Schreibtisch-Reptiloid

Den Beweis, wie man durch eine Mischung aus charakterlicher Schwäche und psychischer Labilität von einem Homo sapiens zu einem Homo sofensis wird, möchte der Schreibtisch-Reptiloid antreten.

"Kevin, du siehst zu bleich aus, geh dich sonnen".
„Kevin, du siehst zu bleich aus, geh dich sonnen“.

Während klassische Nerds zwar auch weltfremd daherkommen, aber dabei außerhalb der degenerierten Sofetengesellschaft Deutschlands stehen, ist der Schreibtisch-Reptiloid dafür nicht intellektuell genug. So hat es statt zum Nerd nur zum Karohemd und Hornbrille tragenden Spießer gereicht, der sich so in Fremdschämkomplexen verstrickt hat, dass ihn andere nur als ringelsöckchengefärbte Heißluft wahrnehmen.

Seine Existenzberechtigung im Büroleben sieht der Reptiloid darin, den Aggrosofeten-Charakteren bei ihren wahnwitzigen Ausführungen („Hitze ist Leben“) uneingeschränkt und mit zitternder Lippe zuzustimmen. Da er so fremdbestimmt ist, besitzt er keine eigene Persönlichkeit und hört nach einer Theorie auf zu existieren, sobald keine Sofeten in der Nähe sind.
Mit dem Schreibtisch-Reptiloiden umzugehen ist einfach: Da er so viel Substanz wie Luft hat, behandeln Sie ihn auch so. Wenn Sie ihn jedoch als Klatschaffen für die Bürosofeten ausschalten wollen, dann suggerieren Sie ihm, Sie wüssten, was er gestern nacht zuhause getan hat. Egal, was es auch ist: Er wird das Schlimmste annehmen und ihnen zukünftig hörig sein. Wenn der sofetische Büroprimat zum Lob auf Sonne* und Sommer ansetzt, dann heben Sie einfach nur kurz eine Augenbraue zum Reptiloiden und er wird mit zitternden Lippen seine zum Applaus bereits gehobenen Hände wieder sinken lassen.

Ein Hoch auf die wahren Bürohelden!

Zum Abschluss möchten wir von Schädelsäge unser Mitgefühl und Bedauern für alle Büromitarbeiter ausdrücken, die noch normal geblieben sind. Sie mögen in der Minderheit sein, aber das sind die Klugen letztlich immer.
Kaltwetter-Bürohelden wissen noch, dass die beste Arbeitsleistung bei 18 bis 20 Grad Raumtemperatur nachweislich erbracht wird. Sie kennen die einfachen Grundregeln eines stabilen Büroraumklimas und öffnen bei kühlen Temperaturen unter 15 Grad das Fenster, verfügen über die grundlegenden medizinischen Kenntnisse, dass Kälte grundsätzlich NICHT krank macht, sondern etwas, das man „Infektionen“ nennt. Sie kennen die Gefahren der Hitze und SCHLIESSEN im Sommer die Bürofenster, um die Brüllhitze auszusperren und öffnen die Fenster in einer der seltenen kühlen Sommerphasen.

Sie berechnen im Kopf grob, dass die arbeitskraftmindernden 25 sofetischen Grad in der hochgeheizten Bürosauna nicht nur das Bruttosozialprodukt in den freien Fall befördern, sondern auch tausende Kilogramm Kohlendioxid in die Atmosphäre entlassen und die Klimakatastrophe weiter vorantreiben, über die sich ihre minderintelligenten Büromitarbeiter mit Sprüchen wie »So kalt* wie der Winter war, sehe ich keinen Klimawandel« auf ihre dümmliche Art lustig machen.

Sie wundern sich angesichts solcher zur Schau getragenen Afterintelligenz, wie Bürosofeten jemals einen Schulabschluss geschafft haben, geschweige denn als Bewerber für diese Arbeitsstelle akzeptiert wurden. Andererseits haben Sie damit auch die Erklärung gefunden, warum sich die Welt mittlerweile bildungstechnisch, politisch, wirtschaftlich und vor allem klimatisch am Abgrund befindet.

(Das Bild darf - wenn unverändert - frei verwendet werden)
(Das Bild darf – wenn unverändert – frei verwendet werden)



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