Die 10 nervigsten Sommerfetischisten-Typen

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Der Durchschnitts-IQ wird sinken ...
Der Durchschnitts-IQ wird sinken ...

Sommerfetischisten werden so genannt, weil sie keine andere Meinung neben der ihren akzeptieren. Der Wahnwitz aus intellektueller Beschränktheit, unreflektierter Hitzeperversion und einem psychotischen Missionierungswahn führt zu einem bunten Kaleidoskop verschiedener Typen, die wir hier einmal gerne vorstellen. Welcher Sommerfetischistentyp am nervigsten ist, können Sie am Ende des Artikel im Voting bestimmen.

Sofet, der unter "Siggiismus" leidet und jeden anbellt, der etwas gegen die Sonne und Hitze äußert.
Sofet, der unter „Siggiismus“ leidet und jeden anbellt, der etwas gegen die Sonne* und Hitze äußert.

Der sofetische Aggro-Prolet (auch sofetischer Zehrer)

Das bevorzugte Biotop dieser bellenden, aber nicht beißenden Sommerfetischisten ist das Internet. Oft findet man sie in Foren, wo sie allein durch ihre Anwesenheit den durchschnittlichen IQ aller Nutzer statistisch halbieren. Angeblich tragen viele von Ihnen den Namen „Siggi“, woraus sich auch das Fachwort „Siggiismus“ für dieses krankhafte Verhalten ergibt.
Sie halten sich selbst trotz fehlender Bildung für geistig allen anderen überlegen und versuchen dies, mit Informationen aus hastig gegoogelten Kinderbuchinfos* zu belegen. Appelle an den gesunden Menschenverstand sind vergeblich, da dieser unter einer Schuttlawine Lebenslügen jahrzehntelang begraben wurde, um die tragischen Versagererfahrungen zu verkraften.
Auf keinen Fall mit Gegenwehr füttern, da sich diese sofetischen Untoten* davon ernähren. Am besten satirisch reizen oder ignorieren und blockieren.

Die Lederhautgrinse mit Hysterielache

Das Profilbild dieser Spezies besteht in einer klassischen Lederhautansicht mit einem so künstlichen und völlig überzogenen Lachen, dass Folgeschäden aus dem Anblick nicht ausgeschlossen werden können. In den Foren versucht die Lederhautgrinse mit einem inflationären Einsatz von Vokalen („suuuuuuuuper Wetter*“) und Ausrufezeichen, unpassenden Großbuchstaben sowie debilsuggestiven Aufforderungen („Kommt, wir gehen alle raus und genießen !!!! das SONNIGE Wetter*!!!!!“) das Nullpotential des hitzegeschrumpelten Rosinengehirns zu kaschieren.
Das Gegenmittel der Wahl besteht in der gleichen Reaktion wie bei RTL-Sendungen: Ausschalten. Ein Bild dieser Spezies kann zu ernsten Folgeschäden beim betrachten führen, daher nur ein Link: Lederhautgrinse.

Nicht jede Frau besitzt die optischen Qualifikationen für einen ästhetischen <a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&camp=1638&creative=6742&index=clothing&keywords=bauchtanz&linkCode=ur2&tag=wwweditionmkv-21" target="_blank" rel="nofollow noopener">Bauchtanz*</a> ...
Nicht jede Frau besitzt die optischen Qualifikationen für einen ästhetischen Bauchtanz*

Die bauchtanzende Fremdschämtrulla

Oft in der Variante der unaufgefordert bauchtanzenden MILF-Oma auftauchend, haben schon viele Menschen versucht, Schäden ihrer Psyche zu vermeiden und diese Gattung angefleht, die Darbietung lederfaltigen Bauchfetts zu unterlassen. Zumeist jedoch sitzen Besuchergruppen auf Volksfesten im Sommer mit verkrampften Gesichtern an ihren Tischen, während die Bauchtanz-Oma plötzlich wie vom wilden Affen gebissen aufschreckt und in einen peinlichen Pseudobauchtanz verfällt in der irrigen Annahme, es handle sich um das passende Verhalten zu einem Tag mit 30-Grad-Hitze. Während echte Kulturen aus heißen Ländern längst wissen, dass Siesta die einzig richtige Reaktion auf Hitze ist, erfahren die verstörten Betrachter der Horrordarstellung angesichts zahlloser Schweißperlen, die über das gegrillte, dunkelbraune Bauchfett kullern, wie fatal Bewegung in der Hitze sein kann.
Buhrufe und das skandieren von „Aufhören“ beenden zumeist jedoch die Fremdschäm-Darbietung rasch.

Kälte-Phobiker? Da hilft nur eine Radikalpsychotherapie durch <a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&camp=1638&creative=6742&index=dvd&keywords=dr.%20house&linkCode=ur2&tag=wwweditionmkv-21" target="_blank" rel="nofollow noopener">Dr. House*</a> ... © <a href="http://alfinkahar.deviantart.com/art/dr-house-one-sick-bastard-152264790" target="_blank" rel="noopener">alfinkahar auf deviantart.com</a>, Lizenz: <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/" target="_blank" rel="noopener">CC BY 3.0</a>
Kälte-Phobiker? Da hilft nur eine Radikalpsychotherapie durch Dr. House* … © alfinkahar auf deviantart.com, Lizenz: CC BY 3.0

Der Kälte-Hypochonder

Er ist der festen, unnachgiebigen Ansicht, dass Kälte den gleichen gesundheitlichen Gefährdungsfaktor aufweist wie der ISIS-Terrorismus*. Mindestens.
Sobald die Temperaturen unter 25 Grad sinken, wird panisch die Heizung überprüft, Industrielaster fahren plötzlich vor und laden Unmengen an Kaminholz* ab, das gewöhnlich nur von Hochleistungskrematorien verbraucht wird und Wintermäntel, Pullover* und spezielle Thermokleidung wird hervorgeholt, um den vermeintlichen Erfrierungstod zu verhindern.
In den Foren jammern diese Kälte-Hypochonder über ihre (eingebildeten) Leiden und versuchen vergeblich, Anteilnahme zu erwecken, indem sie in einem der seltenen Wutausbrüche „Lern erstmal frieren“ brüllen, bevor der eigene Schrei von selbstmitleidgetränktem rhetorischem Gewimmer erstickt wird.
Idealerweise begegnet man dem Hypochonder mit dem „Alles wird gut“ für Vierjährige oder man befeuert die Ängste mit erdachten wissenschaftlichen Belegen über die Gefährdungen durch Kälte und schließt Wetten ab, ob der Hypochonder darauf hereinfällt (da die Quote 1:1 beträgt, verliert das Spiel jedoch rasch an Reiz). Bei schweren Fällen hilft nur der Klimapsychologe.

Begegnung der sofetischen Art: Der Hitzewürfel-Opa, © <a href="https://www.flickr.com/photos/freeparking/523547431" target="_blank" rel="noopener">freeparking :-| auf flickr.com</a>, Lizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="noopener">CC BY 2.0</a>
Begegnung der sofetischen Art: Der Hitzewürfel-Opa, © freeparking 😐 auf flickr.com, Lizenz: CC BY 2.0

Der pseudofreundliche Hitzewürfel-Opa

Jeder ist gewiss schon einmal diesem Opa begegnet, der selbst bei 30-Grad im Mai in einen so steifen, dicken speckigen Ledermantel*, Hut und Schal gehüllt ist, dass er wie ein Würfel auf Beinen mit Gehstock wirkt. Er ruft einem zu, wenn er kurzsichtig blinzelnd entdeckt hat, dass man kurze Hose und T-Shirt trägt (und trotzdem noch schwitzt): „Da ist jemandem aber warm*, was?“, während aus seinen Augen der komprimierte Zynismus von sieben Jahrzehnten einem wie ein muffiger Backstein entgegenschlägt.
Wenn man irritiert von Worten und Eindrücken beim Klacken des Gehstocks* des Mannes an ihm vorbeiwankt, weckt der Altersdünstungsgeruch aus einem im Kleidungswürfel verrottenden Körper Kindheitserinnerung an 27-Grad-Zimmer alter Leute, deren Süßigkeiten und Chips* nach etwas schmeckten, das bereits im Grab mumifiziert und exhumiert worden sein muss.
Beste Reaktion: Von weitem erkennen, erahnen, was kommt und ihm freundlich einen guten Tag wünschen – wer weiß, wie wunderlich wir selbst sind, wenn wir es geschafft haben trotz Hitze so alt zu werden!

Der Möchtegern-intellektuelle Blender

Im Unterschied zum Aggro-Proll (siehe oben) hat dieser Typus etwas Wissen in seinem RTL-Leben geflickschustert, dessen verkrüppelte Halbwahrheiten er nicht müde wird, an den unpassendsten Stellen einzustreuen, um für die Hitze und ihre Jünger eine (stumpfe) Lanze zu brechen (Beispiel: Die Leistungskurve des Menschen bei Hitze). Viele Hitzeneurotiker fallen darauf herein und beten den intellektuellen Blender an, weil sie vermuten, dass er eher als sie dazu in der Lage ist, pro Hitze zu argumentieren. Und da haben sie recht, wenn sich das eigene Äußerungsvokabular auf ein Dutzend pauschalisierter, dümmlicher Aufforderungen beschränkt („Komm, lass uns die Sonne* genießen“).
Blender sind mit Hinterfragen und belegten Fakten recht einfach zu entlarven. Allerdings wird aufgrund fehlender intellektueller Mindestbildung dies von den meisten Sofeten nicht verstanden. Idealerweise führt man den intellektuellen Blender an der Nase herum und amüsiert sich königlich.

Die Hitze-Esoterikerin

Aberglaube ist die Ersatzreligion der Einfältigen, so heißt es. Es wundert nicht, wenn eine selbsterklärte 68er-Blumenkind-Anhängerin täglich ihr Leben auspendelt und die Sonne* als nur schwer zu übersehende Pseudogottheit dabei eine zentrale Rolle einnimmt.
Sich selbst als „Sonnenkind“ bezeichnend, pendelt die Hitze-Esoterikerin täglich aus, ob sie 5, 10 oder 15 Stunden in der Sonne* verbringen soll, um ewiges Leben zu erhalten. Wenn der Hautarzt irgendwann vor dem 50. Lebensjahr unweigerlich Hautkrebs diagnostiziert, ärgert sich die Hitze-Esoterikerin mit der ihr eigenen Logik, dass sie wohl nicht oft genug in der Sonne* war, da Sonnenstrahlen vor allem schützen.
Obwohl sich die Esoterikerin mit einer Pflanze* verwechselt, redet sie viel, um ihre Mitmenschen mit aggressivem Pseudoverständnis und ungewollten Liebesbekundungen zur Sonne zu bekehren – obwohl ihr lederhäutiger Anblick und die Argumente auf dem Niveau des Zerebralkortex einer Drossel genau das Gegenteil bei den Angesprochenen erreichen.
Beste Reaktion: Weitermachen lassen! Ein besseres und offensichtliches Argument gegen zu viel Sonne, Hitze und Sommer gibt es nicht.

Aus epileptischen Krampfanfällen entstandener Sofetengruss, © <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Shaka_(Zeichen)#/media/File:Gesture_raised_fist_with_thumb_and_pinky_lifted.jpg" target="_blank" rel="noopener">Jeremykemp auf commons.wikimedia.org</a>, Lizenz: <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/" target="_blank" rel="noopener">CC BY-SA 3.0</a>
Aus epileptischen Krampfanfällen entstandener Sofetengruss, © Jeremykemp auf commons.wikimedia.org, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Der Beach Boy-Idiot

Es gibt Menschen, die halten Subtilitäten für Unterseebote und geistreiche Bonmots werden von ihnen mit französischen Häppchen verwechselt. Die Rede ist von den klassischen, meist blonden Herren der Schöpfung, welche ihre neuronalen Eiweiße in externe Muskelpakete extrapoliert haben. Dort erfüllen sie zwar nicht die Voraussetzungen für geistige Höhenflüge, sondern lassen den jungen Menschen attraktiv aussehen. Wie bei einem ägyptischen, wertvollen Pharaonen-Nachttopf scheint ihnen der äußere Eindruck also deutlich wichtiger zu sein als der dubiose Inhalt.
Unschwer kann man sie bereits von weitem durch laute Klänge vernehmen, da das Niveau ihres Musikgeschmacks sinnigerweise zu ihrem Lebensbild passt und ebenso tiefsinnig ist wie das weibliche Fangruppentreffen der „Bauer sucht Frau“-Sendungen.
Wer sich wundert, warum der Beach Boy-Idiot jederzeit einen wippenden Gang hat und damit eher dem Homo erectus bei seinen ersten aufrechten Gehbewegungen ähnelt als dem modernen Menschen, dem sei der zarte Hinweis angediehen, dass man mit dieser Schwerkrafttherapie die verstreuten, wenigen Neuronen veranlassen kann, sich kurzfristig zusammenzuschließen, damit wenigstens grundlegende Funktionen erfüllt werden können.
Der sogenannten „Surfer-Gruß“ mit abgespreiztem Daumen und Zeigefinger, der irrigerweise von ebenso debilen Sympathisanten für „cool“ gehalten wird, entstand somit nicht mehr und nicht weniger aus einem epileptischen Krampfanfall, als ein Beach Boy sich ruhig verhalten musste und es zu neuronalen Dysfunktionalitäten kam.
Wie begegnet man dem Beach Boy-Idiot? Gegenfrage: Was machen Sie im Zoo, wenn Sie (durch einen Käfig getrennt) Auge in Auge mit einem Gorilla stehen? Nicht füttern und weitergehen!

Das plappernde Hitze-Rotkehlchen

Manche Zeitgenossen sind derart oberflächlich, dass durch die Luft schwebende Pusteblumenreste dagegen massiv wie Stahlbeton wirken.
Das plappernde Hitzerotkehlchen sieht dabei aus wie eine adrette TV-Moderatorin und redet ohne Unterlass Belanglosigkeiten, die stets den genormten Mainstream widerspiegeln. Kritik, Humor und Tiefsinnigkeiten sind ihr ebenso unbekannt wie einem Eunuchen ein multipler Orgasmus. Selbstverständlich gehört damit auch das Preisen der Sonne, der Hitze und des Sommers zu den beliebtesten Themen der Plapperkanone.
Selbst von ihrem Gegenüber provozierend geäußerte derbste Ironie mit sexuellen Anspielungen* überspielt das Rotkehlchen mit einem kieksenden Lachen, freilich ohne dabei mit dem Gesäusel positivistischer Boulevardtexte innezuhalten und sogleich das Gefährt der Kommunikation in parfümierte, seichtere Fahrwasser zu steuern.
Da man selbst nach einer Stunde Gespräch mit dem Rotkehlchen hinterher beim besten Willen nicht sagen kann, worüber man gesprochen habe, darf man diesen Menschengestalt angenommenen Lufthauch getrost ignorieren, zumal Folgeschäden ebenso wenig zu befürchten sind wie bei einem Sturz in ein Wattebauschbassin.

Opfer von Gartennazis im Herbst, dessen 5 Nachbarn gleichzeitig 4 Stunden lang benzinbetriebene Laubbläser statt Harken verwenden. © <a href="https://www.flickr.com/photos/instantvantage/5151841152" target="_blank" rel="noopener">Guian Bolisay auf flickr.com</a>, Lizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank" rel="noopener">CC BY-SA 2.0</a>
Opfer von Gartennazis im Herbst, dessen 5 Nachbarn gleichzeitig 4 Stunden lang benzinbetriebene Laubbläser statt Harken verwenden. © Guian Bolisay auf flickr.com, Lizenz: CC BY-SA 2.0

Der Gartennazi-Nachbar

Der Gartennazi ist ein Quelle übelster Lärmbelästigung für alle Mitmenschen. Die multiplen Lärmaspekte summieren sich dabei in der Woche auf den Schallpegel einer Industriehalle für Flugzeugturbinenbelastungstests. Selbst ein einzelner Grashalm, der in einem Anfall von Übermut etwas mehr zu wachsen wagte als seine gleichgeschalteten Nachbarhalme, wird zum Anlass genommen, den 240 PS-motorisierten Rasenmäher* mit Flugzeugträgerschleppkahnmotor in Betrieb zu nehmen. Wenn der Rasen keinen Anlass für sinnfreien Hyperaktionismus bietet, dann ist es die Hecke, die statt mit einer stillen Gartenschere mit einem motorisierten Gerät bearbeitet wird, von dem man oft nicht weiß, ob es aus dem Beate Uhse-Erotikshop für Solofreuden* stammt oder aus der Requisite eines Science Fiction-Films*.
Die finale, ultimative Terrorwaffe ist jedoch der gefürchtete Laubbläser. Kaum schweben Blätter wie Tränen des Herbstes sanft zu Boden und beginnen von der Schönheit der Jahreszeit zu träumen (wie auch die Nachbarn in ihren Betten), da zerreißt der Gartennazi mit seinem Turbolader-Laubbläser die scheue Stille wie eine stundenlang angestaute und endlich befreite, aber unbeabsichtigte Flatulenz bei einer andächtigen Schweigeminute.
Sollte das Grünwerk keinen Anlass zur Beanstandung geben, ist sich der Gartennazi nicht zu schade, Hand anzulegen, um ein völlig sinnloses Unterfangen lärmmaximiert umzusetzen, wie etwa die Höherlegung einer Terrasse inklusive Gesamtabriss und Neuaufbau samt einem Escher-Teehaus ohne Türen und mit ausgemauertem Innenraum.
Man darf aber nicht verschweigen, dass ein Gartennazi in der Nachbarschaft auch Vorteile hat. Ungeziefer und Insekten verschwinden wie durch Zauberhand. Wer genau hinschaut entdeckt zahllose Singvögel in unnatürlicher Haltung auf dem Boden mit den Beinen nach oben aufgrund des Schallterrors, aber dieser Preis ist für einen mückenfreien Sommer sicherlich nur gering, nicht wahr?




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