Deutsche Spieler suchen Ersatz für Nationalstolz

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Man ist sich einig, dass integrierte Spieler künftig nicht mehr für Deutschland spielen, sondern für die Integration.
Man ist sich einig, dass integrierte Spieler künftig nicht mehr für Deutschland spielen, sondern für die Integration.

Rückblick: Gündogan und Mesut Özil lassen sich mit einem zwielichten Osmanenherrscher ablichten, singen die Nationalhymne nicht mit (zumindest nicht die deutsche) und zeigen ungefähr so viel Identität mit ihrem Land (gemeint ist das deutsche) wie ein Politiker der Grünen oder Linken.

Die deutsche Mannschaft will weniger Fans für weniger Kritik und hat auch schon die Lösung.
Die deutsche Mannschaft will weniger Fans für weniger Kritik und hat auch schon die Lösung.

Die Folge sind Pfiffe der deutschen Fans bei den jüngsten Testspielen der deutschen Mannschaft vor der WM 2018 in Russland.

Kicker-Chefredakteur Karlheinz Wild hat aber nun die Lösung gefunden: „Beim Turnier in Russland wird sich der Widerstand verringern, da dort nicht so viele deutsche Fans in den Stadien sitzen werden.

Auf diese geniale Idee hätten sogar die Grünen kommen können: Man merzt einfach die Deutschen (Fans) in den Stadien aus. Keine Fans – keine Pfiffe! Genial und einfach.

Döner statt Nationalstolz

Die Umsetzung ist jedoch weitaus subtiler. Der sichtlich von den Pfiffen gegen seine Jungs Gündogan und Özil getroffene Bundestrainer Joachim Löw hat seinen Spielern freigestellt, ob sie sich mit Deutschland identifizieren wollen oder eine Ersatzbindung wählen möchten.

Neuer Fokus für Mario Götze: Nichtdeutscher Döner statt Patriotismus!
Neuer Fokus für Mario Götze: Nichtdeutscher Döner statt Patriotismus!

Dieser Vorschlag wurde von den Spielern begeistert aufgenommen. Mario Götze wurde, auch wenn er aktuell nicht der Nationalmannschaft angehört, mit einem öligen Döner entdeckt, dessen Biomasse er seiner erfrischend jugendlichen Pausbäckigkeit einzuverleiben gedenke. Essen als Ersatzfokus ist nicht neu, aber quasi ein zeitloser Hit.

Mario Gomez übte kurzentschlossen vor dem Spiegel seinen spanischen „Torero-Jubel“. Unter „Olé“-Schreien erklärte er den Reportern, es sei gar nicht so wichtig, für welches Land man die Tore schieße. Viel wichtiger sei der passende Jubel. Der stolpernde Altstürmer scheint sich also bereits von Deutschland ab- und zu seinen spanischen Teilwurzeln hingewendet zu haben.

Toni Kroos hatte sich ohnehin frühzeitig im Jahr 2016 physisch und mental von Deutschland verabschiedet: „Ich spiele nie mehr in Deutschland Fußball“ und bekundete „Endlich begreifen es auch die anderen“.
Die bayrische Fraktion (Hummels, Boateng, Müller, Kimmich, Goretzka leider auch) fühlte sich ohnehin nie Deutschland zugehörig, sondern nur „Mia san mia“-Bayern. Folglich erntete man am bayrischen Stammtisch nur ein geeintes Kopfschütteln auf die Frage, ob wenigstens die besten Spieler des Landes für ihre Nation spielen.

Marco Reus stand pillenkauend den Reportern bei drängenden Nachfragen Rede und Antwort. Er wolle sich zukünftig ganz seiner Verletzungsprävention hingeben und dabei homöopathischen Globuli, dem Auspendeln von Medikamenten und der Astrologie mehr Aufmerksamkeit widmen als dem nationalistischen Patriotismus.

Die Integrierten wollen den WM-Titel reinwaschen!

Ohnehin hatte man sich ja bereits von Oliver Bierhoff angeleitet, vom Pathos einer „National“-Mannschaft befreit und nennt sich seit einiger Zeit linkspolitisch korrekt „Die Mannschaft“. Das ist ungefähr das gleiche, als würde man die heißblütige und stolze spanische Mannschaft, die als „Furia roja“, als „rote Bestie“ bekannt ist, nun ab sofort als „die 11 Spieler“ bezeichnen.

Bundeskanzlerin Merkel hat allerdings bei ihrem kürzlichen Besuch noch eine weitere Steigerung dieser Möglichkeit angeregt: Man könne auch die Nationalmannschaft, Verzeihung, „Die Mannschaft“ selbst statt der Einzelspieler von ihrer verhängnisvoll nationalistischen Ausrichtung auf Deutschland lösen und ihre symbolische Bedeutung auf etwas anderes richten.

Bundeskanzlerin Merkel will mehr Liebe. Das kennt sie noch von Politikerplakaten aus "ihrer" DDR ...
Bundeskanzlerin Merkel will mehr Liebe. Das kennt sie noch von Politikerplakaten aus „ihrer“ DDR …

Die „integrierte Mannschaft“ wäre eine sinnvolle Erweiterung oder kurz „Die Integrierten“. Dann würden auch die Pfiffe gegenüber Özil und Gündogan verschwinden und sich durch die implementierte Umdeutung der Mannschaft in Jubel verwandeln.
Statt des Deutschlandliedes müsse dann aber die DDR-Internationale gespielt werden, um den Herkunftsländern des bunt gewürfelten, ehemals „deutschen“ Spielerhaufens gerecht zu werden.

Vielleicht gelingt auf diese Weise dann doch, wieder die dringend benötigte Harmonie und den inneren Frieden zu etablieren, damit sich die integrierte Mannschaft wieder voll auf den Fußball* konzentrieren kann, um den 2014 noch nationalistisch gewonnenen Weltmeistertitel integrativ zu verteidigen, ihm damit zum ersten Mal überhaupt einen Sinn zu verschaffen und vom Schmutz des Nationalismus reinzuwaschen.
Man spiele ab sofort nicht mehr für das deutsche Volk, sondern nur noch für die symbolische Selbstaufgabe Deutschlands, waren sich Spieler und Trainerteam einig.

Das Bundesministerium für Migration und Flüchtlinge (Bamf) wünscht „Den Integrierten“ eine erfolgreiche Fußball*-WM!




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